Anregungen zu Stellplätzen, "Bustaschen" und Radschutzstreifen

Die Bürgerinnen und Bürger folgten aufmerksam den Ausführungen von Ingenieur Thomas Pilz.

Auf Einladung der Gemeindeverwaltung fanden sich am Donnerstagabend, 2. März, rund 150 Bürger und Anlieger der Potsdamer Allee in der Aula der Grundschule "Heinrich Zille" ein, um über die künftige Gestaltung der Kreisstraße 6960 zu sprechen. Michael Hollax und Jörg Schadow vom Kreisstraßenbetrieb Potsdam-Mittelmark (KSB) stellten gemeinsam mit Verkehrsplaner Prof. Dr.-Ing. Herbert Staadt und Thomas Pilz vom Ingenieurbüro proVia die aktuelle Fassung der Entwurfsplanung zur Diskussion. Zur Neugestaltung der Nebenanlagen, deren Kosten die Gemeinde und die Anwohner anteilig tragen, hatte sich die Verwaltung, die durch Jana Bollinger (Fachbereichsleiterin Hauptverwaltung) und Christian Löber (Sachbearbeiter Verkehrsflächen) vertreten war, im Vorfeld aktiv mit Vorschlägen eingebracht.

Engagiert beteiligten sich die Anwesenden zu Fragen, ob und wie viele Stellplätze künftig an der Straße angelegt werden sollten. Ebenfalls von Interesse war, ob künftig "Bustaschen" an den Haltestellen angelegt werden oder Busse auf der Fahrbahn halten sollen, um Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Die ortsansässigen Gewerbetreibenden interessierten sich für die Belange des Lieferverkehrs, Eltern unter den Anwesenden beispielsweise für die Belange der Schulwegsicherung in Richtung Vicco-von-Bülow-Gymnasium.

Bürgerinnen und Bürger im regen Austausch mit den Straßenplanern des Landkreises und der Gemeindeverwaltung

Näher beleuchtet wurde gestern ebenfalls die Tatsache, dass durch die Anlage eines Schutzstreifens für Radfahrer als Teil der Fahrbahn Kosten für die Anlieger und Kommune gespart werden können, da die vom Landkreis gebaute Kreisstraße – den Bereich der Fahrbahn betreffend – weder das Portemonnaie der Anlieger noch den Gemeindehaushalt zusätzlich belastet. Möglich wird dies durch Fördermittel, die in Verhandlungen mit dem Land Brandenburg akquiriert hat, wie der KSB mitteilte.

Nicht zuletzt waren auch die Terminierung der Bauphasen sowie die geplanten Umleitungsmöglichkeiten für den Straßenverkehr ein Thema auf der gestern gut zweistündigen Veranstaltungsagenda.

"Die Gemeinde wird sich beim Landkreis dafür einsetzen, dass die Anregungen der Stahnsdorfer inklusive der lokalen Gewerbetreibenden vom Landkreis auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden und je nach Realisierbarkeit Eingang in die finale Straßenplanung finden", sagt Bürgermeister Bernd Albers, der sich über das zahlreiche Erscheinen der Stahnsdorfer und die engagierte Diskussion freute. Es gehe beim Ausbau nicht nur um Attraktivität, sondern vor allem um Funktionalität.

Wie bereits auf stahnsdorf.de vermeldet, werden Anregungen und Hinweise – auch jene in der Veranstaltung vorgebrachten – durch die Gemeindeverwaltung bis zum 14. März 2017 gesammelt und dann zur Bearbeitung an den Eigentümer der Straße übergeben, den Landkreis Potsdam-Mittelmark.

(03.03.2017)