"Biomalzspange": Baubeginn mit feierlichem erstem Spatenstich

Für die Biomalzspange Teltow, die für Stahnsdorf die Nordanbindung sicherstellt und sich auf etwa 645 Metern Gesamtlänge – davon etwa 400 auf Teltower und rund 245 auf Stahnsdorfer Gemarkung – zwischen dem Kreisverkehr Potsdamer Straße bis zum Anschluss an das Gewerbegebiet "Techno Park" (Quermathe) erstreckt, setzten die Bürgermeister Thomas Schmidt (Teltow) und Bernd Albers (Stahnsdorf) sowie Helmut Tietz (Bauausschussvorsitzender Stadt Teltow) und Frank Piper (Fachbereichsleiter Verkehrs- und Grünflächen Stahnsdorf) 14. März 2019 den ersten symbolischen ersten Spatenstich.

Bis voraussichtlich Ende Oktober 2019 entsteht dort eine 7,50 Meter breite Fahrbahn mit beidseitigem, jeweils anderthalb Meter breiten Fahrradschutzstreifen. Abseits der Fahrbahn wird es zu beiden Seiten einen zwei Meter breiten Gehweg geben. Die Bau- und Baunebenkosten für den Tiefbau belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro, wovon rund eine Million Euro auf die Stadt Teltow entfällt. Stahnsdorf trägt rund 800.000 Euro. Davon entfallen auf den Neubau eines Lärmschutzsteilwalls (120 Meter lang, vier Meter hoch) zum Schutz der Anwohner der "Siedlung nach Teltow" vor Lärmimmissionen rund 130.000 Euro. Zusätzlich zum Bau des Lärmschutzsteilwalls wird als Fahrbahnbelag ein lärmarmer Splittmastix-Asphalt eingebaut.

Desweiteren konnten die Auftraggeber für ihr Projekt Fördermittel im Zuge der „Richtlinie des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung für die Förderung von Investitionen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden des Landes Brandenburg“ akquirieren. Unter dem Strich erfolgt somit eine anteilige Finanzierung durch den Landesbetrieb Straßenwesen in Höhe von 50 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben. Stahnsdorf erhält dadurch eine Zuwendung in Höhe von 415.150 Euro, Teltow in Höhe von 494.500 Euro.

Die Biomalzspange Teltow / Nordanbindung Stahnsdorf sorgt als neue Gemeindeverbindungsstraße für die Entlastung vorhandener Straßen in beiden Kommunen: So dient sie einerseits als Teil des Teltower Spangensystems zur Entlastung der Potsdamer Straße und andererseits des Güterfelder Damms bzw. der Lindenstraße. Außerdem fungiert die Trasse als direkte Verbindung aus dem Gewerbegebiet "Techno Park" zum regionalen Versorgungsschwerpunkt Oderstraße und garantiert in Verbindung mit der sich ebenfalls in Bau befindlichen Stahnsdorfer Ortsumfahrung (Landesstraße 77 n) eine schnellere Anbindung an die Landesstraße 40 (Potsdam-BER) und somit auch an die Bundesautobahn 115.

"Mit dem Bau der Biomalzspange steht das sogenannte Spangensystem Teltows vor dem Abschluss. Es garantiert eine großräumige Umfahrung des Teltower Stadtzentrums und wird die Lebensqualität vieler Einwohnerinnen und Einwohner entscheidend verbessern", sagt Bürgermeister Thomas Schmidt. "Die Nordanbindung wird viele Stahnsdorferinnen und Stahnsdorfer von einem beträchtlichen Teil des Durchgangsverkehrs befreien. Für die nahegelegene Siedlung sind wichtige Lärmschutzmaßnahmen eingeplant. Außerdem werden wir nach Fertigstellung der Straße eine weitere Verkehrszählung durchführen, so wie wir es im September 2018 beschlossen haben", sagt Bürgermeister Bernd Albers.

Den Planfeststellungsbeschluss für die Straße erließ die Genehmigungsbehörde, das Landesamt für Bauen und Verkehr, am 10. Februar 2017. Für die auf dem Baufeld gefundenen Zauneidechsen wurde von November 2017 bis April 2018 ein Ersatzhabitat geschaffen, für das 76 Bäume, 60 Heister und rund 500 Sträucher gepflanzt wurden. Nach Fertigstellung des Ersatzhabitats begann Stück für Stück die Entnahme der Reptilien aus ihrem alten Habitat und die Umsiedlung der Kriechtiere in den neuen Lebensraum. Mit ersten Erdbewegungen konnte Ende Oktober 2018 – im Zuge der Baufeldberäumung – begonnen werden.

(18.03.2019 / Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Teltow und der Gemeinde Stahnsdorf)

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Beitrag des Senders "teltOwkanal" zum ersten Spatenstich an der Nordanbindung/Biomalzspange

Beitrag des Senders "TKSZeit" zum ersten Spatenstich an der Nordanbindung/Biomalzspange