Bewegungsjagd in Stahnsdorf soll am Sonntag gute "Strecke" bringen

"Wir wollen alle Möglichkeiten ausschöpfen, um den Bestand an Wildschweinen zu reduzieren. Eine Variante hierzu ist die Bewegungsjagd" – so kommentiert Bürgermeister Bernd Albers die bevorstehende Jagd am Sonntag, 27. November 2016, von 7 bis 11 Uhr. Ob sich der gewünschte Erfolg einstellt, können weder die Jagdpächter der Jagdgenossenschaft Stahnsdorf-Kleinmachnow noch die Verwaltung vorhersagen. Man wolle jedoch nichts unversucht lassen, so Albers.

Der jüngste Aufruf der Gemeindeverwaltung zur Treibersuche brachte Erfolg: Es meldeten sich rund 20 Personen, die teilweise mitjagen wollten. Gesucht wurden indes nur Treiber, keine Jäger, weil die hiesigen Jagdgenossen ihre Stände/Hochsitze bereits besetzt haben und bei dieser wichtigen Aktion außerdem nur Ihnen persönlich bekannte, erfahrene Kollegen zum Einsatz kommen sollen.

Treffpunkt für angemeldete Interessenten als Treiber ist die Wiese am Gemeindezentrum, wo sich um 7 Uhr alle Teilnehmer versammeln. Zu Beginn erfolgt eine Einweisung/Sicherheitsbelehrung, anschließend nehmen die Treiber und Jäger ihre festgelegten Positionen ein. Etwa 10 bis 15 Treiber sollen die Schweine im "Annawald" neben dem Gemeindezentrum beunruhigen, sodass die Tiere den Rückzug antreten, und zwar mitten hinein ins Pachtgebiet, wo rund 15 Jäger auf (teils mobilen) Hochsitzen darauf warten, in einem günstigen Moment die Tiere zur Strecke zu bringen.

Der Straßenverkehr auf dem Güterfelder Damm, der Sputendorfer Straße und der Ruhlsdorfer Straße wird für die Zeit des eigentlichen Jagdgeschehens – etwa von 9 bis 12 Uhr – durch Beschilderung mit "Wildwechsel"-Zeichen und Zusatz "Treibjagd" sowie gesonderte Streckenposten beruhigt. Hinweisplakate in den Wohngebieten östlich des Güterfelder Damms mahnen zu besonderer Obacht während der Jagdzeit.

(25.11.2016)