Bodenfrost gewichen – Umkehrfräse bereit für ihre Arbeit gemacht

Die im Dezember 2016 angeschaffte Bodenumkehrfräse, die insbesondere zur Beseitigung von Wildschweinschäden in der Gemeinde gedacht ist, kann nun zum Einsatz kommen. Nachdem mittlerweile der Frost aus den Böden gewichen ist, montierten Gemeindearbeiter das Gerät als Aufsatz auf einen Traktor. Dieser war während der Winterperiode 2016/2017 mit Winterdiensttechnik bestückt.

Bei der Fräse handelt sich um ein Modell der italienischen Firma Muratori mit einer Arbeitsbreite von 105 Zentimetern. Dank eines hydraulischen Zylinders kann die Arbeitstiefe variabel bis zu 15 Zentimeter justiert werden.

Das Anbaugerät, das aktuell noch mit einer Beleuchtung ausgestattet wird und in Kürze unermüdlich in Stahnsdorf und den Ortsteilen aktiv sein soll, um aufgewühlte Stellen in öffentlichen Grünanlagen und an den Straßenrändern zu glätten, arbeitet wie folgt: Eine Stabwalze zerkleinert zunächst die Grasklumpen und formt anschließend daraus eine ebene Fläche. Die so entstandenen Bereiche können erneut begrünt werden.

In das Gerät zur Wiederherstellung beschädigter Grünflächen investierte die Gemeinde 6000 Euro. Dies lohnt sich, denn allein mit manueller Bearbeitung wären selbst unter erhöhtem Personaleinsatz die Schäden im Ortsbild mittlerweile nicht mehr zu beseitigen. Bezifferbar sind diese zwar nicht, sie dürften jedoch sicher bei einem Vielfachen des Anschaffungspreises der Fräse liegen.

Bürgermeister Bernd Albers und die hiesigen Jagdgenossenschaften weisen unermüdlich darauf hin, einige elementare Verhaltenshinweise im Umgang mit Schwarzwild zu beachten, um die in die Orte eindringenden Wildschweinbestände nachhaltig zu dezimieren.

Hierzu gehören einerseits zum einen das Unterlassen unbewusster Fütterung durch die Errichtung von Komposthaufen sowie die ordnungsgemäße Entsorgung von Grünschnitt und von Fallobst im Herbst, und andererseits das Errichten stabiler Zäune auf dem Privatgrundstück, die bis auf den Boden reichen. Nur solche sind Garant, um Wildschweine auf Nahrungssuche von Privatgrundstücken fernzuhalten. "Machen Sie es den Wildschweinen so schwierig wie möglich", so der Bürgermeister, "denn das erspart Ihnen und uns jede Menge Ärger."

(03.04.2017)

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