Goldene Hochzeit im Hause Kuhlmay gefeiert

Goldenes Paar: Waltraud und Klaus Kuhlmay.
(Foto: Gemeinde Stahnsdorf)

Am Samstag, 10. September 2016, begingen Waltraud und Klaus Kuhlmay ihr goldenes Ehejubiläum. Der Ehegatte ist gelernter Landwirt und engagiert sich als alter Stahnsdorfer auch heute noch tatkräftig bei der Erforschung der Ortsgeschichte im Stahnsdorfer Heimatverein.

Bei seiner nachträglichen Gratulation am heutigen Montag erfuhr Bürgermeister Bernd Albers Einiges zum Dorfplatz, wo sich in Hausnummer 4 der Kuhlmay'sche Familienstammsitz befindet. Als 1943 das Haus von einer Brandbombe getroffen wurde, entschied sich die Familie, dieses wieder aufzubauen. Der Landwirtschaft blieb Herr Kuhlmay auch ohne größere eigene Ländereien treu und arbeitete bis zur Wiedervereinigung in einem Großbeerener Agrarbetrieb.

Weitere interessante Fakten erfuhr Bürgermeister Bernd Albers bei seiner Gratulation zur Goldenen Hochzeit, beispielsweise welche Tricks und Kniffe Ende der 1970er Jahre notwendig waren, um die Erlaubnis zum Bau des Einfamilienhauses in der Mühlenstraße zu erlangen, in dem das Paar seit 1980 wohnt.

Auch die Geschichte des Nachbarhauses auf dem Grundstück der heutigen Feuerwehr konnte Herr Kuhlmay erhellen. Dort wohnte einst ein hochrangiger Stahnsdorfer Parteifunktionär der Nationalsozialisten, der bei Einmarsch der Roten Armee floh. In der Hektik der Flucht ließ die Nazi-Größe ihre Uniformen, Parteiabzeichen und allerlei Schriftgut im Haus zurück. Die Rote Armee vermutete die örtliche NSDAP-Parteizentrale in dem Hof und steckte diesen mitsamt Inventar kurzerhand an.

Der Bürgermeister wünschte den Eheleuten abschließend viele weitere glückliche und zufriedene Jahre in Stahnsdorf und bedankte sich für das herzliche längere Gespräch.

(12.09.2016)