Jugend-, Flüchtlings- und Familienarbeit unter einem Dach

Am Bäkedamm 2 ist der Name Programm.

Was mit einer einstimmigen Beschlussfassung der Gemeindevertretung im Juli 2015 begann, ist seit dem gestrigen Montag, 10, Oktober 2016, nun auch offiziell umgesetzt: Stahnsdorf hat ein Familienzentrum. Koordinatorin Nadine Wilke, die ihr Büro bereits vor wenigen Monaten im bisherigen "Jugend- und Freizeitzentrum" – nun offiziell "Jugend- und Familienzentrum 'ClaB' Stahnsdorf" – am Bäkedamm bezogen hat, und ClaB-Leiterin Bärbel Severin begrüßten zur feierlichen Eröffnung rund 80 Gäste. Darunter waren neben Vorstandsmitglied Norbert Schweers vom Träger Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk (EJF), Kinderschutzfachkraft Heike Wolff vom Landkreis Potsdam-Mittelmark und einigen Gemeindevertretern auch die Verwaltungsspitze um Bürgermeister Bernd Albers und die Fachbereichsleiterin Soziales, Anja Knoppke.

"Das ist ein weiterer Meilenstein auf unserem Weg zum Label als 'familiengerechte Kommune'", sagte Bürgermeister Bernd Albers. Auch die anderen Teilnehmer der Eröffnungsveranstaltung waren voller Lob für das neue Angebot. "Kaum eine unserer 130 Einrichtungen in sieben Bundesländern macht im positiven Sinne so viel Lärm wie der 'ClaB'", so EJF-Vorstand Norbert Schweers. "Es ist ganz sicher eine kluge Entscheidung, sich diejenigen Dinge herauszusuchen, die auch andernorts gut laufen", sagte Kreismitarbeiterin Heike Wolff, die stellvertretend für Fachdienstleiter Bodo Rudolph ein Grußwort sprach. Insbesondere das dezentrale Konzept, das auch die Bürgerhäuser in den Ortsteilen und weitere Räume, etwa in Schulen und Kitas, einschließt, wurde besonders befürwortet.

Zur Einweihung des Familienzentrums überbrachte die Musik-Kita "Mäuseburg" ein Ständchen.

Nach dem Vortrag von Herbstliedern einer Kindergartengruppe der Musik-Kita "Mäuseburg" pflanzten Albers, Schweers, Wolff und Wilke unweit des Parkplatzes einen Apfelbaum der Sorte "Elstar" als Symbol für die neue Entwicklung. Mit der gestrigen Einweihung sind die örtliche Jugend-, Flüchtlings- und Familienarbeit nun ganz offiziell unter einem gemeinsamen Dach zu finden.

Jährlich 50.000 Euro steuern die Gemeinde Stahnsdorf und der Landkreis Potsdam-Mittelmark als Festbetragsförderung hinzu, wovon die Kommune in 2016 zunächst 20 Prozent, in 2017 dann 30 Prozent und ab 2018 die Hälfte dieser Summe übernimmt. Gedacht ist das Geld als Personalkostenzuschuss.
Außerdem bezahlt die Gemeinde jährlich 4000 Euro für Betriebskosten und Sachmittel. Im Eröffnungsjahr finanziert der Kreis zudem eine Erstausstattung in Höhe von 5000 Euro.

Hier geht es zum Programm des Familienzentrums sowie den sonstigen Veranstaltungen.

(11.10.2016)

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Fotos: Gemeinde Stahnsdorf