Kampf um neuen Rudersteg wird vor Landgericht ausgefochten

Bis auf Weiteres müssen die Wanderruderer ihre Boote über ein Provisorium zu Wasser lassen. Der Kampf um einen Stegneubau wird nun in der nächsthöheren Instanz ausgefochten, dem Landgericht Potsdam.

Wie der Ruderclub Kleinmachnow-Stahnsdorf-Teltow e. V. (RCKST) am 16. Februar 2017 mitteilte, geht der Rechtsstreit um einen neuen Rudersteg am Ufer des Teltowkanals, nahe dem Vereinsgelände an der Bäkepromenade, in die nächste Runde.

Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) in Berlin lässt am 17. Mai 2017 um 11 Uhr vor dem Landgericht Potsdam klären, ob der geplante Rudersteg an der vom Verein vorgesehenen Position zulässig ist. Wie berichtet, führte der Ruderclub ein TÜV-Gutachten ins Feld, das die Wahrscheinlichkeit für einen Unfall der Fracht- und Personenschifffahrt mit den Sportlern als verschwindend gering einstuft.

Dieser Argumentation folgt die WSV nach wie vor nicht. Und nicht nur das: Sie vertritt nun offenbar auch die Meinung, dass die Ruderer den Einstieg in ihre Reviere auch an der Nuthe oder in Berlin-Spandau nehmen könnten. So ist es dem Schriftsatz der Beklagten vom 10. Februar 2017 sinngemäß zu entnehmen (siehe Fotogalerie unten).

Der Verein hält dies aus verschiedenen Gründen für inakzeptabel. "Der RCKST möchte in Stahnsdorf bleiben und baut dort [...] weiterhin auf politische Unterstützung", so der 2. Vereinsvorsitzende Martin Beilfuß.

(17.02.2017)

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Auszug aus dem WSV-Schriftsatz vom 10. Februar 2017 (Quelle: RCKST) - zum Vergrößern klicken