Neue Umkehrfräse ebnet künftig zerwühlte Grünanlagen in Stahnsdorf

Der Zustand vor und nach der Bearbeitung ist gut zu erkennen: Beispiel für eine Umkehrfräse im Einsatz.
(Foto: Gemeinde Stahnsdorf)

Zur Beseitigung der Schäden in ihren öffentlichen Grünanlagen und an den Straßenrändern beschafft die Gemeinde Stahnsdorf derzeit eine Umkehrfräse. Das Anbaugerät für einen bereits vorhandenen Traktor des Stahnsdorfer Wirtschaftshofs arbeitet wie folgt: Zunächst zerkleinert eine Walze die Grasklumpen und formt anschließend daraus eine ebene Fläche. Die so entstandenen Bereiche können nun erneut begrünt werden.

In das Gerät zur Wiederherstellung beschädigter Grünflächen investiert die Gemeinde 6000 Euro. Dies lohnt sich, denn allein mit manueller Bearbeitung wären selbst unter erhöhtem Personaleinsatz die Schäden im Ortsbild mittlerweile nicht mehr zu beseitigen. Seriös bezifferbar sind diese zwar nicht, sie dürften jedoch geschätzt bei einem Vielfachen des Anschaffungspreises der Fräse liegen.

In einer Beratung am Freitag, 18. November 2016, wollen die Jagdpächter für Stahnsdorf und Kleinmachnow gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Albers und weiteren Mitarbeitern der Verwaltung die Parameter für die bevorstehende Bewegungsjagd am 27. November 2016 von 7 bis 11 Uhr festlegen.

Gegenstand des Gesprächs sind die Durchführung der Jagd und die Jagdleitung, die Einbeziehung/Koordinierung durch Polizei und Feuerwehr sowie der ehrenamtlichen Teilnehmer/Treiber und Fragen der Mobilisierung durch geeignete Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit.

Ziel der Jagd sei es, die Bestände in Stahnsdorf spürbar zu dezimieren, so der Bürgermeister. Hierzu ist eine stabsmäßige Vorbereitung der Bewegungsjagd erforderlich. "Da es allein mit hauptamtlichen Kräften nicht geht, rufe ich nochmals alle Stahnsdorferinnen und Stahnsdorfer auf, sich an der Jagd Ende November zu beteiligen." Anmeldungen senden alle Freiwilligen hierfür bitte an die Gemeinde, und zwar vorzugsweise per E-Mail, gern aber auch über die weiteren Kontaktwege. Eine kurze Einweisung mit Aufgabenstellungen erfolgt vor Ort.

Neben der Bewegungsjagd – auch darauf weisen Bürgermeister und Jagdgenossenschaft unermüdlich hin – sind weitere Hinweise zu beachten, um die Wildschweinbestände nachhaltig zu dezimieren. Hierzu gehören zum einen das Unterlassen unbewusster Fütterung durch die Errichtung von Komposthaufen und zum Anderen das Errichten stabiler Zäune, die bis auf den Boden reichen. Nur diese sind Garant, um Wildschweine auf Nahrungssuche von Privatgrundstücken fernzuhalten.

Erinnert sei bei dieser Gelegenheit auch an die die gemeinsame Informations- und Diskussionsveranstaltung des Bürgermeisters mit den Jagdpächtern am 8. Dezember 2016 um 18 Uhr im Stahnsdorfer Rathaus.

(16.11.2016)