Neuer Ansatz zum Umgang mit Wildschweinen in Ortslagen

Die dem Brandenburger Landwirtschaftsministerium zugeordnete oberste Jagdbehörde sowie die Wildökologische Forschungsstelle Eberswalde haben mit den Bürgermeistern der beiden Gemeinden Stahnsdorf und Kleinmachnow sowie dem zuständigen Jagdpächter Gespräche über die Eindämmung von Schäden durch Wildschweine geführt.

Bundesweit bekannt wurden Bilder großer Rotten, die durch Siedlungsstraßen ziehen. Die Wildschweine sollen möglichst dauerhaft aus den Siedlungsgebieten vertrieben werden. Die Jagd mit Schusswaffen stößt in bewohnten Gebieten schnell an Grenzen.

Ursprünglich sollte die Bogenjagd durch eine Ausnahmegenehmigung ermöglicht werden. Das Antragsverfahren bei der obersten Jagdbehörde musste Mitte Juni 2019 abgebrochen werden, weil keine wissenschaftliche Begleitung des Pilotprojekts gefunden werden konnte.

Zum Einsatz sollen nun modifizierte Munition für kurze Schussdistanzen sowie Schalldämpfer kommen. Außerdem wird eine genauere Situationsanalyse durchgeführt. So soll ermittelt werden, in welchen Gebieten eine kleinräumige Bejagung sicher verantwortet werden kann. Dazu gehört auch eine Prüfung weiterer angepasster Jagdmethoden.

Ergänzend dazu wird die oberste Jagdbehörde auch Gespräche mit den zuständigen Pächtern benachbarter Jagdbezirke führen, denn die größten Erfolgsaussichten bestehen in einer revierübergreifenden Zusammenarbeit.

(27.06.2019 / mit Material Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft)