Ohne Führerschein und mit 150 Stundenkilometern durch Stahnsdorf

Grafik: Innenministerium Land Brandenburg

Kurz nach Mitternacht führten Polizeibeamte am Freitag 23. September 2016, stationäre Verkehrskontrollen in Stahnsdorf durch. Als ein Mini Cooper auf die eingerichtete Kontrollstelle zufuhr, trat ein Polizist auf die Fahrbahn und gab mit der Signalkelle ein unmissverständliches Anhaltezeichen.

Der Autofahrer missachtete dieses Zeichen jedoch und fuhr mit gleichbleibender Geschwindigkeit auf den Beamten zu. Nur durch einen Schritt zur Seite konnte der Polizist einen Zusammenstoß mit dem Fahrzeug verhindern. Im Anschluss beschleunigte der Fahrzeugführer und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit uneinholbar vom Kontrollort.

Nur eine Stunde erspähten die Beamten bei einer Streifenfahrt das Fahrzeug in der Siegfriedstraße. Als der Fahrer diesmal den Streifenwagen bemerkte, beschleunigte er seinen Wagen sogar und flüchtete erneut. Unterwegs war er dabei innerorts mit einer Geschwindigkeit von etwa 150 Stundenkilometern und ohne Beleuchtung. Da die Beamten jedoch das Kennzeichen und den Fahrer erkannt hatten, suchten sie kurzerhand die Halteranschrift auf und fanden dort auch den Mini Cooper vor.

Der 18-jährige Fahrzeugführer saß noch auf dem Fahrersitz, konnte allerdings keinen Führerschein vorweisen. Nach ersten Tests konnte bei ihm der Einfluss berauschender Mittel ausgeschlossen werden. Gegen den jugendlichen Verkehrssünder ermittelt nun die Kriminalpolizei wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

(23.09.2016)