Sonnenblumen und Topinambur vor Pflanzenschädling schützen

Klein, aber oho: Die Sonnenblumenfruchtfliege als Pflanzenschädling stellt Landwirte und Gärtner auch in Stahnsdorf vor eine große Herausforderung.
(Foto: LELF Brandenburg/Pfannenstill)

Auf dem Gebiet der Gemeinde Stahnsdorf wurde der Quarantäne-Schadorganismus "strauzia longipennis" nachgewiesen, besser bekannt als Sonnenblumenfruchtfliege. Darauf weist das Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) in einem Schreiben an die Gemeindeverwaltung hin.

Die Fliege schädigt vor allem Sonnenblumen (helianthus annuus). In der Risikoanalyse des Julius­-Kühn-lnstituts wird von Ertragsausfällen von nahezu 40 Prozent im landwirtschaftlichen Sonnenblumenanbau berichtet. Die Sonnenblumenfruchtfliege befällt aber auch Topinambur (helianthus tuberosum).

Die landwirtschaftlichen Betriebe im Land Brandenburg bauen auf rund 10.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche Sonnenblumen an, was die Hälfte des gesamtdeutschen Anbaus ausmacht. Auf wenigen hundert Hektar wird auch Topinambur angebaut. Daneben findet man die Sonnenblume in vielen gärtnerischen Betrieben als Schnittblume oder auf Feldern zur Selbstpflücke. Nicht zuletzt ist die Sonnenblume eine beliebte Zierpflanze in Haus- und Kleingarten sowie in öffentlichen Parks und Gärten.

Landwirte und Gärtner sind aufgerufen, den aktuellen Pflanzenschutzhinweis zu strauzia longipennis (pdf) zu lesen und mit den darin genannten Maßnahmen einen Beitrag dazu zu leisten, dass sich dieser Organismus nicht weiter verbreitet und der Sonnenblumenanbau in Brandenburg nicht nachhaltig geschädigt wird.

(25.10.2016 / mit Material LELF)

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Die Sonnenblumenfruchtfliege und die verursachten Schäden (Fotos: LELF Brandenburg/Pfannenstill)