Stahnsdorf zeigt Flagge in Sachen S-Bahn-Wiederanschluss

Das Gemeindezentrum hat einen neuen Blickfang. Nein, es handelt sich noch nicht um den Eingangsbereich, der 2018 umfangreich umgebaut werden soll. Vielmehr hat die bislang unscheinbare Giebelseite zum Güterfelder Damm am Dienstag einen neuen Hingucker erhalten.

Dort prangt nun ein drei Mal sechs Meter großes Banner mit dem einfachen, aber unmissverständlichen Slogan: "Stahnsdorf will die S-Bahn." Durch eine Metallbau-Fachfirma wurde für das Banner ein Rahmen gefertigt und dieses am 11. Juli 2017 an der Fassade befestigt.

Darauf zu erkennen ist ein Zug der Berliner S-Bahn aus der aktuell noch rege genutzten Baureihe 481. Als Endstation ist "Stahnsdorf" zu lesen, was die klare Botschaft an Land und Bund vermitteln soll, den Wiederanschluss an das Berliner S-Bahn-Netz herzustellen.

"Wir haben uns viele Gedanken darüber gemacht, wie wir am wirkungsvollsten dokumentieren, dass Bürger und Verwaltung sich die S-Bahn nach Stahnsdorf wünschen. Letztlich war uns klar, dass wir es am besten mit der für den Verkehr gut sichtbaren Fassadenwerbung umsetzen", sagt Bürgermeister Bernd Albers.

Er appelliert an Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider, bei dem im Herbst diesen Jahres vorzulegenden Landesnahverkehrsplan 2018-2022 die 62.000 Einwohner starke Region TKS sinnvoll mit SPNV zu versorgen. Hierzu hat der Bürgermeister eine klare Meinung:

"Die Stammbahn mag als Entlastungsstrecke für den Regional- und Fernverkehr wichtig sein, doch sie ist umstrittener und weitaus teurer als die Verlängerung der Linie 25 aus Teltow nach Stahnsdorf. Priorität in den Planungen muss also die S-Bahn haben", so Albers.

(11.07.2017)