Zehn Städte und Gemeinden gemeinsam für mehr Klimaschutz

Grafik: EMB Energie Mark Brandenburg GmbH

Premiere für das Land Brandenburg: Erstmals schließen sich zehn Städte und Gemeinden, darunter auch die Gemeinde Stahnsdorf, zu einem gemeinde- und kreisübergreifenden Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk (KEEN) zusammen, um in den nächsten drei Jahren gemeinsam Lösungen zu finden, weniger Energie zu verbrauchen und damit die Klimabelastung zu senken. Die EMB Energie Mark Brandenburg ist Initiator und Koordinator dieses Netzwerks, das am 23. Juni 2017 mit seinem ersten Netzwerktreffen in Potsdam seine Arbeit aufgenommen hat.

Erster Schritt in der Netzwerkarbeit des KEEN ist die Erstellung der Energiebilanzen der kommunalen Einrichtungen in den zehn teilnehmenden Städten und Gemeinden. Auf dieser Basis vereinbaren die Kommunen ein gemeinsames Energie-Einsparziel, das während der dreijährigen Netzwerkarbeit durch die Umsetzung unterschiedlicher Maßnahmen erreicht werden soll. Das könnte beispielsweise die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf sparsame LED-Systeme sein, der Austausch der Heizungsanlage oder die Installation eines Nahwärmenetzes für die öffentlichen Gebäude.

Sowohl die Erstellung der Energiebilanzen als auch die Erarbeitung möglicher Umsetzungsmaßnahmen liegen in der Hand eines Energieberaters, der alle Netzwerkteilnehmer über den Projektzeitraum begleitet. Der Berater, die IEE Ingenieurbüro Energieeinsparung GmbH aus Berlin, wurde im Wege einer öffentlichen Ausschreibung im Vorfeld der Gründungsveranstaltung verpflichtet.

Eine besondere Stärke des Netzwerks liegt im regelmäßigen Austausch der Teilnehmer. Pro Jahr sind vier Netzwerktreffen angesetzt. In diesen stellen sich die Kommunen gegenseitig gemachte Erfahrungen bei bereits umgesetzten Effizienz-Projekten vor. Zusätzlich werden Experten eingeladen, die Tipps und Tricks für anstehende Projekte vermitteln.

Der Vorteil für die teilnehmenden Städte und Gemeinden: sie erkennen "Fallstricke", vermeiden Irrwege und kommen so schneller zu einem guten Ergebnis. Zusätzlich spart die gemeinsame Beratung Kosten, so dass mehr Gelder für die Projekte selbst zur Verfügung stehen. Ein weiterer Vorteil der Netzwerkarbeit ist die Beratung zu möglichen Fördermitteln. Auch hier ergibt sich ein Kostenvorteil gegenüber der Situation, dass jede Kommune allein prüfen müsste, welches der verschiedenen Bundesoder Landesprogramme für die jeweils geplante Maßnahme passend ist.

(28.06.2017)

Die Bürgermeister von zehn Kommunen trafen sich am 23. Juni 2017 zur Einrichtung des "KEEN"-Netzwerks.
Bürgermeister Bernd Albers nahm an der Pressekonferenz teil, aus zeitlichen Gründen jedoch nicht am Fototermin.
(Foto: EMB Energie Mark Brandenburg GmbH)