Lebenswertes Stahnsdorf

Stahnsdorf ist eine Gemeinde am südwestlichen Stadtrand von Berlin. Hier ist die Kombination von Wohnen und Arbeiten im Grünen noch möglich. Und es gibt attraktive Freizeit- und Kulturangebote. Die Gemeinde Stahnsdorf liegt auf dem sogenannten "Teltow", einer südlich des Spreetals gelegenen Hochfläche, die im Westen von Nuthe und Havel begrenzt wird.

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Daten & Fakten in Kürze

Anschrift

Gemeindeverwaltung Stahnsdorf
Annastraße 3
14532 Stahnsdorf
Telefon 03329 646-103
Fax 03329 646-130
E-Mail: gemeinde@stahnsdorf.de
Internet: www.stahnsdorf.de

Einwohner

15.300

Ortsteile

Güterfelde,
Schenkenhorst,
Sputendorf,
Stahnsdorf-Ort

Nachbarkommunen

Kleinmachnow,
Nuthetal,
Teltow,
Ludwigsfelde,
Potsdam,
Berlin

Stahnsdorf - historischer Abriss -

Anfg. des 13. Jhds.

Bau der Dorfkirche

17.November 1264

Stahnsdorf erfährt erste Erwähnung
ein Magister Petrus de Stanesdorp ist von Markgraf Otto III bei der Beurkundung eines Kaufes des Domkapitels zu Brandenburg als Zeuge benannt.

1299

Markgraf Otto IV. übergab u.a. Germanicum und Slavicum Stanesdorp dem Bischof Volrad zu Brandenburg

17. Februar 1435

die Hakes zu Machnow übernehmen die Grundherrschaft über
Deutsch- und Wendisch-Stahnsdorf als Lehnsträger des Bischofs

1480

nur noch Deutsch-Stahnsdorf im Schoßregister

1652

Landreiter des Kreises Teltow stellt vier Jahre nach Beendigung des
30-jährigen Krieges fest:
Es leben hier nur noch ein in Stahnsdorf Geborener,
fünf Kossäten mit einem Sohn und zwei Knechte

1801

wieder Stand von vor dem 30-jährigen Krieg
145 Einwohner, 22 Feuerstellen (Wohnstätten)
Drei große Ackerflächen: Teltow`sche Feld an Teltow angrenzend;
Große Feld oder Lange Stücken, hinter Blumensiedlung.;
Lerchenfeld an Gütergotz angrenzend;
Upstall- und Striewitzwiesen;
bis 1849 gemeinsame Viehhütung und Feldbestellung

nach 1848er Revolution

Separation oder in Preußen Feldregulierung - Aufteilung der Feldmark - ,
(22.03.1850: "Gesetz zur Aufhebung der gutsherrlichen Rechte am bäuerlichen Grundbesitz", zweiter Teil der Stein schen Reformen)
4358 Morgen Acker, Wiesen, Weiden und Wald gingen an 18 Bauern und auch an Kossäten und Büdner
1858 abgeschlossen

1854

326 Einwohner (161 männlichen Geschlechts) leben in 52 Familien

1880

610 Einwohner (296 männlich) in 113 Haushaltungen

1899

Stahnsdorf erhält die erste besoldete Bürgermeisterstelle im damaligen Kreisgebiet Teltow

Mit der Industrialisierung und der näherrückenden Reichshauptstadt begann eine sprunghafte Entwicklung Stahnsdorfs.

Hierzu trugen bei:

1891

der Bau der Chaussee von Zehlendorf über kleinmachnow nach Gütergotz (Güterfelde) bzw. Schenkendorf (Schenkenhorst)

1900 - 1906

Bau des Teltowkanals

1902

Erwerb von insgesamt 206 ha Wald-, Heide- und Ackerfläche durch die Berliner Stadtsynode zur Anlage eines Zentralfriedhofes für den Süden von Berlin

1904

Anschluss der Gemeinde an das Wassernetz der Charlottenburger Wasserwerke

1905

Bau der Kläranlage auf dem Lindenberg - 1931 Großkläranlage -

1906

Elektrifizierung der seit 1892 von Lichterfelde bis Ortseingang Stahnsdorf verkehrenden Dampfstraßenbahn und die Verlängerung des Schienennetzes bis zur Machnower Schleuse

1908

Chausseebau Stahnsdorf - Dreilinden - Wannsee

1913

Inbetriebnahme der Staatseisenbahn (Friedhofsbahn) Wannsee - Stahnsdorf

Mit dem Vordringen der Zisterzienser (1170 Kloster Zinna; 1180 Kloster Lehnin) begann die Christianisierung und Beeinflussung der Besiedlung des Teltow.

27.04.1908

Einweihung der Gemeindeschule Stahnsdorf (jetzige Lindenhof-Schule): vierklassig mit Turnhalle (erste im Kreis Teltow), 220 Schüler, zwei Lehrer, eine Lehrerin

1910

1246 Einwohner

1919

1311 Einwohner

Die Bauern begannen ihr Land zu verkaufen.
Von 1919 bis 1930 wurden insgesamt 248 ha für Siedlungszwecke veräußert.
Es entstanden und entwickelten sich: die Kolonie Stahnsdorf West, die Siedlung "Eigene Kraft", die Markhofsiedlung, die Blumensiedlung.

Aus dem kleinen Angerdorf wuchs eine Gemeinde im Randgebiet zu Berlin

1930

2149 Einwohner

Zwischen 1930 und 1939 erfolgte in der intensivsten Bauperiode ein Zusammenwachsen der ältesten Ortsteile mit den an der Peripherie liegenden neuen Teilen Stahnsdorfs.

Stahnsdorf wird Garnisonsstandort:

  • "Schlieffen-Kaserne" (08.09.1935), an der jetzigen H.-Zille-Straße

  • "Sigsfeld-Kaserne" (30.07.1936), an der heutigen Annastraße

  • "General-Ludendorff-Kaserne" (30.10.1938) am heutigen Güterfelder Damm

1941/42

Von der Dreilinden Maschinenbau GmbH, einer Tochtergesellschaft der Robert-Bosch-GmbH Stuttgart wurde noch in der Zeit des Zweiten Weltkrieges die "Boschsiedlung" mit über 400 Wohnungen gebaut

22. Dez. 1942
05. Aug. 1943

Die Mitglieder der "Roten Kapelle", die Stahnsdorfer Bürger John Graudenz und Anni Krauss werden in Plötzensee hingerichtet.

23.04.1945

ohne größere Kampfhandlungen wird Stahnsdorf durch die Rote Armee eingenommen

28.05.1945

6685 Einwohner

29.09.1945

Bodenreform, Aufteilung von Land an 17 Neubauern

24.01.1946

Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebes durch die BVG

28.05.1947

S-Bahnbetrieb nach Wannsee bzw. Oranienburg wird wieder aufgenommen

01.09.1961

Aufnahme des Schulbetriebes an der "Heinrich-Zille"-Grundschule

1961

Wohnungsbau: 60 WE der NVA hinter der "Boschsiedlung", 21 WE im "Lehrerblock"

13.08.1961

"Grenzsicherungsmaßnahmen" führen auch zur Schließung des S-Bahnhofes Stahnsdorf

31.08.1961

Einstellung des Straßenbahnbetriebes

1972

Dorfteich zugeschüttet

01.06.1976

endgültige Beseitigung des S-Bahnhofes Stahnsdorf

1977

Beginn des verstärkten Eigenheim-Neubaus, bis 1990 ca. 300, u.a. in der "Forstsiedlung" an der Alten Potsdamer Landstraße und in dem Komplex "Am Walde"

1985

125 Wohnungen in Geschossbauweise am Ruhlsdorfer Weg

12.06.1992

der letzte Soldat der GUS-Truppen verlässt die Kaserne an der Annastraße

13.10.1992

Vereinbarung zur Bildung des Amtes Stahnsdorf (mit Güterfelde. Schenkenhorst und Sputendorf) an Innenministerium Brandenburg zur Bestätigung gegeben

19.08.1993

Richtfest im Wohnbereich "Neue Vogelsiedlung"

16.08.1994

6256 Einwohner

1998

Wiederherstellung des Dorfteiches

25.02.1999

Einweihung des Gemeindezentrums an der Annastraße, entstanden als Konversionsbau aus einem Kasernenblock der ehemaligen "Sigfeld-Kaserne"

01.01.2002

Stahnsdorf ist amtsfreie Gemeinde mit den Ortsteilen Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf

Städtepartnerschaft mit dem 1. FFC Turbine Potsdam

Am Mittwoch, den 16.05.2007 unterzeichneten in Teltow die Bürgermeister von Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow und der Präsident vom 1. FFC Turbine Potsdam einen Städtevertrag.

Nachdem der Frauenfußball in den vergangenen Jahren durch die Erfolge des 1. FFC Turbine Potsdam und der Nationalmannschaft an zunehmender Beliebtheit gewann, soll diese Sportart durch die Kooperation zwischen Turbine und dem regionalen Sportverein RSV stärker gefördert werden. Der RSV- Vereinspräsident Michael Grunwaldt hat sich bereit erklärt die Funktion des Turbine Botschafters zu übernehmen. Seitens Turbine verspricht man sich von der künftigen Zusammenarbeit vor allem verbesserte Vermarktungsmöglichkeiten und damit einen Zuschauerzuwachs bei den Spielen der ersten und zweiten Mannschaft. Der abgeschlossene Vertrag steht aber auch für einen Erfahrungsaustausch sowohl zwischen den Trainern der beiden Vereine als auch zwischen den Spielerinnen des FFC Turbine und des RSV. Die Spielerinnen von Turbine sollen als Vorbilder ihre Erfahrungen an die Mädchen weiterleiten. Vielleicht haben wir ja bald eine Spielerin in der Mannschaft von Turbine, die ihre Wurzeln im RSV hat.

Partnerschaft mit Hertha BSC

Seit dem 09.02.2005 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Stahnsdorf, der Stadt Teltow und dem Fußballverein Hertha BSC.

In der Metropolregion Berlin ist Hertha BSC der Leuchtturm im Fußball. Die Gemeinde Stahnsdorf erhofft sich aus der Städtepartnerschaft mit Hertha BSC die gezielte Förderung der jungen Fußballer unserer Region. Dann kommt einer der nächstes Nachwuchsstars bei Hertha BSC aus einem unserer regionlen Vereine.

Vom Netzwerk, Verein mit Kommune, werden beide Seiten profitieren. Wir als Gemeinde schaffen die Anlaufstelle für die Bürger und das Fenster zum Verein Hertha BSC. Gemeinsam fördern wir die Talente im Fußballsport, bieten Unterhaltung und aktiven Sport. Mit der wechselseitigen Sympathie kümmern wir uns gemeinsam um die sportliche Identität unserer Region.

Gemeinde Kleinmachnow

Adolf-Grimme-Ring 10
14532 Kleinmachnow

Tel.: 033203 877 1301-1304

Stadt Teltow

Marktplatz 1-3
14513 Teltow

Tel.: 03328 4781-0