Die Gemeinde und ihre Ortsteile

Stahnsdorf ist eine Gemeinde am südwestlichen Stadtrand von Berlin. Hier ist die Kombination von Wohnen und Arbeiten im Grünen noch möglich. Und es gibt attraktive Freizeit- und Kulturangebote. Die Gemeinde Stahnsdorf liegt auf dem sogenannten "Teltow", einer südlich des Spreetals gelegenen Hochfläche, die im Westen von Nuthe und Havel begrenzt wird.

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Daten & Fakten in Kürze

Einwohnerzahl gesamt

15.427 (Stand 31.12.2016)

Fläche in m² gesamt

49

Höhe über NN in m

44

Ortsteile

Stahnsdorf, Güterfelde, Schenkenhorst, Sputendorf

Postleitzahl

14532

Ortsvorwahl Festnetz

03329 (Stahnsdorf, Güterfelde)
033701 (Schenkenhorst, Sputendorf)

Stahnsdorf - historischer Abriss -

Anfg. des 13. Jhds.

Bau der Dorfkirche

17.November 1264

Stahnsdorf erfährt erste Erwähnung
ein Magister Petrus de Stanesdorp ist von Markgraf Otto III bei der Beurkundung eines Kaufes des Domkapitels zu Brandenburg als Zeuge benannt.

1299

Markgraf Otto IV. übergab u.a. Germanicum und Slavicum Stanesdorp dem Bischof Volrad zu Brandenburg

17. Februar 1435

die Hakes zu Machnow übernehmen die Grundherrschaft über
Deutsch- und Wendisch-Stahnsdorf als Lehnsträger des Bischofs

1480

nur noch Deutsch-Stahnsdorf im Schoßregister

1652

Landreiter des Kreises Teltow stellt vier Jahre nach Beendigung des
30-jährigen Krieges fest:
Es leben hier nur noch ein in Stahnsdorf Geborener,
fünf Kossäten mit einem Sohn und zwei Knechte

1801

wieder Stand von vor dem 30-jährigen Krieg
145 Einwohner, 22 Feuerstellen (Wohnstätten)
Drei große Ackerflächen: Teltow`sche Feld an Teltow angrenzend;
Große Feld oder Lange Stücken, hinter Blumensiedlung.;
Lerchenfeld an Gütergotz angrenzend;
Upstall- und Striewitzwiesen;
bis 1849 gemeinsame Viehhütung und Feldbestellung

nach 1848er Revolution

Separation oder in Preußen Feldregulierung - Aufteilung der Feldmark - ,
(22.03.1850: "Gesetz zur Aufhebung der gutsherrlichen Rechte am bäuerlichen Grundbesitz", zweiter Teil der Stein schen Reformen)
4358 Morgen Acker, Wiesen, Weiden und Wald gingen an 18 Bauern und auch an Kossäten und Büdner
1858 abgeschlossen

1854

326 Einwohner (161 männlichen Geschlechts) leben in 52 Familien

1880

610 Einwohner (296 männlich) in 113 Haushaltungen

1899

Stahnsdorf erhält die erste besoldete Bürgermeisterstelle im damaligen Kreisgebiet Teltow

Mit der Industrialisierung und der näherrückenden Reichshauptstadt begann eine sprunghafte Entwicklung Stahnsdorfs.

Hierzu trugen bei:

1891

der Bau der Chaussee von Zehlendorf über kleinmachnow nach Gütergotz (Güterfelde) bzw. Schenkendorf (Schenkenhorst)

1900 - 1906

Bau des Teltowkanals

1902

Erwerb von insgesamt 206 ha Wald-, Heide- und Ackerfläche durch die Berliner Stadtsynode zur Anlage eines Zentralfriedhofes für den Süden von Berlin

1904

Anschluss der Gemeinde an das Wassernetz der Charlottenburger Wasserwerke

1905

Bau der Kläranlage auf dem Lindenberg - 1931 Großkläranlage -

1906

Elektrifizierung der seit 1892 von Lichterfelde bis Ortseingang Stahnsdorf verkehrenden Dampfstraßenbahn und die Verlängerung des Schienennetzes bis zur Machnower Schleuse

1908

Chausseebau Stahnsdorf - Dreilinden - Wannsee

1913

Inbetriebnahme der Staatseisenbahn (Friedhofsbahn) Wannsee - Stahnsdorf

Mit dem Vordringen der Zisterzienser (1170 Kloster Zinna; 1180 Kloster Lehnin) begann die Christianisierung und Beeinflussung der Besiedlung des Teltow.

27.04.1908

Einweihung der Gemeindeschule Stahnsdorf (jetzige Lindenhof-Schule): vierklassig mit Turnhalle (erste im Kreis Teltow), 220 Schüler, zwei Lehrer, eine Lehrerin

1910

1246 Einwohner

1919

1311 Einwohner

Die Bauern begannen ihr Land zu verkaufen.
Von 1919 bis 1930 wurden insgesamt 248 ha für Siedlungszwecke veräußert.
Es entstanden und entwickelten sich: die Kolonie Stahnsdorf West, die Siedlung "Eigene Kraft", die Markhofsiedlung, die Blumensiedlung.

Aus dem kleinen Angerdorf wuchs eine Gemeinde im Randgebiet zu Berlin

1930

2149 Einwohner

Zwischen 1930 und 1939 erfolgte in der intensivsten Bauperiode ein Zusammenwachsen der ältesten Ortsteile mit den an der Peripherie liegenden neuen Teilen Stahnsdorfs.

Stahnsdorf wird Garnisonsstandort:

  • "Schlieffen-Kaserne" (08.09.1935), an der jetzigen H.-Zille-Straße

  • "Sigsfeld-Kaserne" (30.07.1936), an der heutigen Annastraße

  • "General-Ludendorff-Kaserne" (30.10.1938) am heutigen Güterfelder Damm

1941/42

Von der Dreilinden Maschinenbau GmbH, einer Tochtergesellschaft der Robert-Bosch-GmbH Stuttgart wurde noch in der Zeit des Zweiten Weltkrieges die "Boschsiedlung" mit über 400 Wohnungen gebaut

22. Dez. 1942
05. Aug. 1943

Die Mitglieder der "Roten Kapelle", die Stahnsdorfer Bürger John Graudenz und Anni Krauss werden in Plötzensee hingerichtet.

23.04.1945

ohne größere Kampfhandlungen wird Stahnsdorf durch die Rote Armee eingenommen

28.05.1945

6685 Einwohner

29.09.1945

Bodenreform, Aufteilung von Land an 17 Neubauern

24.01.1946

Wiederaufnahme des Straßenbahnbetriebes durch die BVG

28.05.1947

S-Bahnbetrieb nach Wannsee bzw. Oranienburg wird wieder aufgenommen

01.09.1961

Aufnahme des Schulbetriebes an der "Heinrich-Zille"-Grundschule

1961

Wohnungsbau: 60 WE der NVA hinter der "Boschsiedlung", 21 WE im "Lehrerblock"

13.08.1961

"Grenzsicherungsmaßnahmen" führen auch zur Schließung des S-Bahnhofes Stahnsdorf

31.08.1961

Einstellung des Straßenbahnbetriebes

1972

Dorfteich zugeschüttet

01.06.1976

endgültige Beseitigung des S-Bahnhofes Stahnsdorf

1977

Beginn des verstärkten Eigenheim-Neubaus, bis 1990 ca. 300, u.a. in der "Forstsiedlung" an der Alten Potsdamer Landstraße und in dem Komplex "Am Walde"

1985

125 Wohnungen in Geschossbauweise am Ruhlsdorfer Weg

12.06.1992

der letzte Soldat der GUS-Truppen verlässt die Kaserne an der Annastraße

13.10.1992

Vereinbarung zur Bildung des Amtes Stahnsdorf (mit Güterfelde. Schenkenhorst und Sputendorf) an Innenministerium Brandenburg zur Bestätigung gegeben

19.08.1993

Richtfest im Wohnbereich "Neue Vogelsiedlung"

16.08.1994

6256 Einwohner

1998

Wiederherstellung des Dorfteiches

25.02.1999

Einweihung des Gemeindezentrums an der Annastraße, entstanden als Konversionsbau aus einem Kasernenblock der ehemaligen "Sigfeld-Kaserne"

01.01.2002

Stahnsdorf ist amtsfreie Gemeinde mit den Ortsteilen Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf

Vom Bauerndorf zur Vorortgemeinde von Berlin

Grafik: Gemeinde Stahnsdorf/Archiv

Mit dem Entstehen erster Villen in Zehlendorf und der Erschließung Kleinmachnows zum "Schlafzimmer der Berliner" rückte auch das alte Bauerndorf Stahnsdorf in den Blickwinkel landflüchtiger Großstädter.
Bereits in den 1920er und 1930er Jahren entstanden eigenständige Siedlungen, wie Stahnsdorf-West, die Blumen- und Markhofsiedlung. Die Zahl der Einwohner stieg sprunghaft von 1311 Personen im Jahr 1919 auf 5810 Personen im Jahr 1940.

Voraussetzung dieser Entwicklung waren gute Anbindungen per Bus und Straßenbahn sowie der S-Bahn an das Verkehrsnetz Berlins.

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Stetige Siedlungsentwicklung

Das Grashüpferviertel
(Foto: Gemeinde Stahnsdorf)

Mit der Wende und Wiedervereinigung wurde das Siedlungspotential des Ortes in die politische Waagschale geworfen, um den Ort mit Neuansiedlungen weiter zu entwickeln. Zu den ersten Bauvorhaben gehörten die erweiterte Vogelsiedlung und die Wohnbebauung an den Pfuhlhufen, auch Liefeld's Dreieck genannt. Es folgten das zwischen der Blumen- und der Markhofsiedlung gelegene Waldviertel.
Seit 1997 entsteht in der geografischen Mitte von Stahnsdorf das Grashüpferviertel als potentielle Keimzelle für ein neues Ortszentrum.

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Historischer Ortskern

Die Dorfkirche Stahnsdorf
(Foto: Gemeinde Stahnsdorf)

Der alte Dorfanger stellt in seiner Gesamtanlage das wertvollste Kulturgut des Ortes dar. Die mehr als 700 Jahre alte romanische Feldsteinkirche blieb in ihrer strengen architektonischen Klarheit über die Jahrhunderte erhalten. Am Anger fanden die Feierlichkeiten anlässlich der 750-Jahr-Feier Stahnsdorfs statt.

Die 2012 ins Leben gerufene AG Dorfmitte setzt ihr bürgerliches Engagement seit 2014 als „Agendagruppe historischer Ortskern“ fort. Der Fokus blieb derselbe: Es geht um Fragen zur behutsamen Entwicklung des Ortes aus verkehrstechnischer, landschaftsplanerischer und atmosphärischer Sicht.

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Online-Museum von Heimatforscher Peter Reichelt

Peter Reichelt vom Stahnsdorfer Heimatverein lädt in sein Online-Museum ein.
Auf seiner Internetseite erfahren Sie Interessantes über Stahnsdorfs Geschichte.

Ein Schloss im Wandel der Zeit

Silhouette des Schlosses Güterfelde in der Dämmerung (Foto: Claus-Peter Martensen)

Das einstige Gütergotz stellte schon immer etwas Besonderes dar. Zu heidnischen Zeiten wurde hier in der Nähe des Sees dem Jüthri-Gotzen geopfert, was dem Ort seinen Namen gab. Auf der alten Handelsstraße, die über den Anger durch den kleinen Ort weiter über Stahnsdorf nach Berlin führte, kamen Freund und Feind hierher. Die Herren von Schloß und Gut stammten in der Regel aus den "besseren" Familien. Zu ihnen zählten der Große Kurfürst, der Hofprediger des ersten preussischen Königs, ein preussischer Ministerpräsident und Generalfeldmarschall, ein General-Lotterie-Administrator und ein namhafter Bankier.

1893 erwarb die Stadt Berlin das einstige Rittergut. Im alten Schloß wurde eine Tuberkulose-Heilstätte für Kinder untergebracht. Seit 1952 dient das mehrfach umgestaltete Bauwerk des Schinkel-Schülers David Gilly als Altenpflegeheim.

Theodor Fontane lobte einst diesen geschichtsträchtigen Ort und seine Menschen, auch wenn sie "keinen Ketzer verbrannt und keinen Heiligen geboren haben". Mit dem Ortsteil Kienwerder entstand in den zwanziger und dreißiger Jahren außerhalb des alten Dorfes eine idyllische Wohnsiedlung, unter alten Kiefern eingebettet in leicht hügeliger Landschaft.

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Güterfelder Haussee

Güterfelder Haussee (Foto: Gemeinde Stahnsdorf)

Heutzutage wird Güterfelde vor allem durch die attraktive Umgebung des Haussees zum Ziel von Touristen. Spaziergänge, Badeausflüge oder Besuche von gastronomischen Lokalen im idyllischen Güterfelde locken Besucher von Nah und Fern. Künftig wird Güterfelde um eine Attraktion reicher, denn der Schlosspark soll mit einem Grünordnungsplan beplant und nach historischem Vorbild umgestaltet werden.
Hierzu ist ein Flächentausch mit dem derzeitigen Eigentümer des Parks vorbereitet, dem Evangelischen Diakonissenhaus Berlin-Teltow-Lehnin.

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Dorfkirche Güterfelde

Dorfkirche Güterfelde
(Foto: Dirk Pagels Photography)

Gegenüber dem Schloss erhebt sich die unter Denkmalschutz stehende Feldsteinkirche aus dem ersten Drittel des 13. Jahrhunderts; der Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Der ursprünglich eingezogene Chor wurde 1887 auf Langhausbreite und -höhe erweitert. Bei der Modernisierung und Erweiterung der elektrischen Heizung im Jahre 2007 wurde unterhalb des Chores eine etwa 20 Quadratmeter große, unbelegte Gruft geöffnet und durch das Podest wieder verschlossen.

Die hölzernen Seitenpodeste sollen an den ursprünglich eingezogenen Chor erinnern. Sie richten wie die neue Beleuchtungsanordnung den in neuer Farbgebung gestrichenen Innenraum stärker auf den Altar aus.

Pünktlich zum Erntedankfest 2010 wurde die Rundsanierung der Kirche erfolgreich abgeschlossen. Zuv ihrer Ausstattung gehören zwei Bronzeglocken aus dem Jahre 1925 von Franz Schilling & Söhne aus Apolda, eine Orgel aus dem Jahr 1978 von der Firma Schuke aus Potsdam. Die Prinzipalstücke Altar, Pult und Taufe sind um 1990 entstanden. Der sechzehnarmige Kronleuchter ist ein Geschenk der Frau von Roon bei ihrem Wegzug im Jahre 1873.

Kontaktpersonen

Ortsvorsteher Güterfelde und Vorstand Bürgerhaus
Dietrich Huckshold
E-Mail

Ein Ort der Ruhe und Beschaulichkeit

Wer noch weit ins Land schauen und einen richtigen Sonnenuntergang erleben möchte, wird im Dorf Schenkenhorst reich beschenkt. Längst haben stadtflüchtige Berliner und Brandenburger den kleinen Ort für sich entdeckt und sich hier niedergelassen. Hier blieben noch das typisch terrassierte Gelände, mit Eichen bewachsene Dämme, Wirtschaftswege mit Obstbäumen und kleine, mit Holunderbüschen begrünte Gräben erhalten. Nicht weit entfernt erinnert der Kuh-Damm als Flurname an die traditionelle Viehwirtschaft.

In der Umgebung von Schenkenhorst findet man noch die letzten, in ihrem ursprünglichen Zustand erhaltenen Rieselfelder. Diese Ländereien fielen nach einem abenteuerlichen Besitzwechsel 1889 zu Berieselungszwecken an die Stadt Berlin.

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Motorsport wird gross geschrieben

Vorderer Teil der Motocross-Strecke des
MCC Schenkenhorst e. V.
(Foto: Verein)

Seit fast 20 Jahren ist Schenkenhorst eine gute Adresse für Liebhaber des Motorsports. Inzwischen ist die 2016 Meter lange Motocross-Rennstrecke des MCC Schenkenhorst-Berlin e.V. auch für internationale Meisterschaften ausgebaut worden, und seit 1992 finden hier Läufe zur Deutschen Meisterschaft statt.

Die Strecke ist vom Deutscher Motorsportbund für Rennveranstaltungen abgenommen und bietet bei durchgehend mindestens acht Metern Breite alles, was das Herz eines Offroad-Bikers begehrt, darunter 15 Sprünge, Auf- und Abfahrten, Tiefsandstücke sowie einen flüssigen Streckenverlauf.

Das Terrain ist gleichermaßen für Anfänger und Profis geeignet. Auch Quad- und Seitenwagenfahrer drehen dort regelmäßig ihre Runden.

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Geselligkeit kommt nicht zu kurz

Sport macht einen wesentlichen Teil des Gemeinschaftslebens in Schenkenhorst aus.
(Foto: Gemeinde Stahnsdorf)

Etwas ruhiger, aber nicht weniger beschaulich, sind seit Jahrzehnten die dorffestähnlichen Sportveranstaltungen. Mannschaften aus dem ganzen Land Brandenburg reisen zweimal im Jahr an, um ihr Können im Handball zu messen.

Dann ist ganz Schenkenhorst auf den Beinen, denn die Liebe zum Sport und zur Geselligkeit ist den Schenkenhorstern in die Wiege gelegt und manifestierte sich schon früh im 20. Jahrhundert, in der Vereinsgründung der SG Schenkenhorst 1912 e.V.

Kontaktpersonen

Ortsvorsteher Schenkenhorst
Sven Püstow
E-Mail

Ein Dorf mit viel Charme

Anfangs schien es, als ob die stürmischen Wendejahre spurlos am Ort Sputendorf vorbei gehen würden. Selbst die alten Straßennamen wurden nicht zum Politikum. Es gibt Wichtigeres, so die Sputendorfer. Inzwischen ist der Ort kräftig gewachsen und bereits jeder Dritte im Ort ist ein zugezogener Sputendorfer. Einen Bevölkerungszuwachs von fast 40% in nur zwei Jahren hat kaum eine Gemeinde im Speckgürtel aufzuweisen. Sputendorf hat seine eigenen Reize, und die malerische historische Dorfaue entzückt die Besucher.

In der südlichen Peripherie der Feldmark hat der Ort ein weiteres Unikat aufzuweisen: Sputendorf hat einen Flugplatz. Als im Mai 1994 der Berliner Luftsportclub "Condor" e.V. den ehemaligen Agrarflugplatz pachtete, begann sich Sputendorf zum Mekka des Flugzeugmodellsports zu entwickeln. Die Saison auf dem Flugfeld beginnt jeweils am ersten Sonntag im März mit dem Winterpokal für Elektroflieger.

Das "Café Waldesruh" ist vor allem an den Wochenenden ein gefragtes Lokal für die gastronomische Einkehr. Zum Ort zählt auch das alte Vorwerk Marggraffshof, welches mit Reit- und Country-Club der traditionellen Tierhaltung eine Zukunft sichert.

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Geschichte in Kürze

Die erste Nachricht über das Dorf findet sich im Jahre 1375 im Landbuch von Karl IV., zu der Zeit noch "Sputelendorf" benannt. Slawen besiedelten das Landschaftsgebiet "Der Teltow", es bildeten sich kleine Dörfer. In kirchlicher Hinsicht gehörte Sputendorf bereits 1644 als "mater combinata" zu Stahnsdorf.

Durch die per Vertrag geregelte "Gemeindegebietsreform" sind die Orte Güterfelde, Schenkenhorst und Sputendorf seit dem 31.12.2001 Ortsteile der Gemeinde Stahnsdorf. Im Jahr 2015 zählt Sputendorf 525 Einwohner (Stichtag 18.06.2015)

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Sehenswertes im Ort

Dorfkirche Sputendorf

Kirche

Die vom Friedhof umgebene Kirche von Sputendorf ist ein Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert, sie hat einen verbretterten Dachturm aus dem 18. Jahrhundert. Eine Reihe von Umbauten zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert und auch später, haben das Gesicht der Kirche verändert. Im Inneren des Gotteshauses kommt vor dem weißen Hintergrund der farbenprächtige barocke Kanzelaltar von 1720 voll zur Geltung. Er wurde in den 60er Jahren restauriert. Farbe und Form des Altars ähneln dem Taufbecken, ein achteckiges hölzernes Kunstwerk mit einem durch Vogelköpfe verzierten Deckel, die Inschrift auf der Rückseite belegt die Restaurierung 1784. Gegenüber des Barockensembles auf der Westempore befindet sich die Orgel, welche 1887 am Karfreitag aufgestellt wurde. Sie wird zu Gottesdiensten immer noch gespielt. Der hölzerne Dachturm wurde zwischen 1994 und 2000 originalgetreu wiederhergestellt.

Dorfanger

Sputendorf ist ein typisches mittelalterliches Angerdorf, in dessen Mitte sich zwei verträumte Teiche befinden zwischen denen ein großer Anger liegt. An den Teichrändern wachsen Trauerweiden, im großen Teich blühen im Sommer Seerosen und der kleinere Teich hat mittig eine Insel, auf welcher Wildenten und anderes Getier geschützten Unterschlupf und Brutstätten finden. Radfahrer, die bei schönem Wetter die Gegend ergründen, sieht man auf den Bänken öfter eine Rast einlegen.
Im Ort ist noch einiges Historisches erhalten, wie alte Bauernhäuser mit Vierseitenhöfen, Stallungen, Scheunen und Remisen.

Bürgerhaus/Heimatmuseum

Wie lebte man früher auf dem Land, wie arbeitete man? Über die Geschichte Sputendorfs und des Lebens in der Region erzählt das Heimatmuseum im Bürgerhaus, der ehemaligen Dorfschule. Dort liegt Altes für die Zukunft bewahrt.

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Text: Hannelore Schwaiger/Heimatstube Sputendorf und Gemeinde Stahnsdorf
Fotos: Gemeinde Stahnsdorf

Reiten in Sputendorf

Eine von mehreren Möglichkeiten zum Reiten in Sputendorf: Der Eschenhof.

- Gut Sputendorf GbR

Georg Lagerbauer hat 2006 das ehemalige Gut des Ortes und 100 Hektar Land von den Berliner Stadtgütern gepachtet und betreibt dort ein Trainingszentrum für American Quarterhorses und eine Pferdepension. Der Eingang befindet sich in der Eichenallee 14.

- Gut Marggraffshof GmbH

In Marggraffshof 2 gibt es eine großzügige Anlage (Reitanlage, Pferdepensionsbetrieb, Reitsportanlage) mit vielfältigsten Möglichkeiten wie Freizeitreiten, Dressurreiten und Springen.

- "Eschenhof"

Der Eschenhof findet sich mitten im Ortskern am kleinen Teich (ehemaliges Bauerngehöft).

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Ein Ort für viele Anlässe - Mieten Sie das Bürgerhaus!

Viel Platz zur Entfaltung: Der Garten des Bürgerhauses

Sie suchen nach einem passenden Rahmen für Ihren festlichen Anlass?
Ob privat oder beruflich - das Bürgerhaus Sputendorf mit seinem prächtigen Garten können Sie mieten. Informieren Sie sich hier!

Plakat des Bürgerhausvereins Sputendorf (pdf; ca. 112 KB)

Kontaktpersonen

Ortsvorsteher Sputendorf
Dr. Rolf-Denis Kupsch
E-Mail

Vorstand Bürgerhausverein
Reinhold Krause
E-Mail

Leitung Heimatmuseum
Hannelore Schwaiger
Tel. 033701 599 63
E-Mail

Gemeinde Kleinmachnow

Adolf-Grimme-Ring 10
14532 Kleinmachnow

Tel.: 033203 877 1301-1304

Stadt Teltow

Marktplatz 1-3
14513 Teltow

Tel.: 03328 4781-0

Städtepartnerschaft mit dem 1. FFC Turbine Potsdam

Am Mittwoch, den 16.05.2007 unterzeichneten in Teltow die Bürgermeister von Kleinmachnow, Stahnsdorf und Teltow und der Präsident vom 1. FFC Turbine Potsdam einen Städtevertrag.

Nachdem der Frauenfußball in den vergangenen Jahren durch die Erfolge des 1. FFC Turbine Potsdam und der Nationalmannschaft an zunehmender Beliebtheit gewann, soll diese Sportart durch die Kooperation zwischen Turbine und dem regionalen Sportverein RSV stärker gefördert werden. Der RSV- Vereinspräsident Michael Grunwaldt hat sich bereit erklärt die Funktion des Turbine Botschafters zu übernehmen. Seitens Turbine verspricht man sich von der künftigen Zusammenarbeit vor allem verbesserte Vermarktungsmöglichkeiten und damit einen Zuschauerzuwachs bei den Spielen der ersten und zweiten Mannschaft. Der abgeschlossene Vertrag steht aber auch für einen Erfahrungsaustausch sowohl zwischen den Trainern der beiden Vereine als auch zwischen den Spielerinnen des FFC Turbine und des RSV. Die Spielerinnen von Turbine sollen als Vorbilder ihre Erfahrungen an die Mädchen weiterleiten. Vielleicht haben wir ja bald eine Spielerin in der Mannschaft von Turbine, die ihre Wurzeln im RSV hat.

Partnerschaft mit Hertha BSC

Seit dem 09.02.2005 besteht eine Städtepartnerschaft zwischen der Gemeinde Stahnsdorf, der Stadt Teltow und dem Fußballverein Hertha BSC.

In der Metropolregion Berlin ist Hertha BSC der Leuchtturm im Fußball. Die Gemeinde Stahnsdorf erhofft sich aus der Städtepartnerschaft mit Hertha BSC die gezielte Förderung der jungen Fußballer unserer Region. Dann kommt einer der nächstes Nachwuchsstars bei Hertha BSC aus einem unserer regionlen Vereine.

Vom Netzwerk, Verein mit Kommune, werden beide Seiten profitieren. Wir als Gemeinde schaffen die Anlaufstelle für die Bürger und das Fenster zum Verein Hertha BSC. Gemeinsam fördern wir die Talente im Fußballsport, bieten Unterhaltung und aktiven Sport. Mit der wechselseitigen Sympathie kümmern wir uns gemeinsam um die sportliche Identität unserer Region.