Gemeindeentwicklungskonzept Stahnsdorf 2035 nimmt Gestalt an

In einem anderthalbjährigen Beteiligungs- und Erarbeitungsprozess entstand der nunmehr vorliegende Entwurf des ersten Stahnsdorfer Integrierten Gemeindeentwicklungskonzeptes (INSEK). Auf dem Weg dorthin erfolgten zu den verschiedenen Verfahrensständen zwei Online-Beteiligungen der Stahnsdorfer Bürgerinnen und Bürger.

In der ersten Befragung im Juli und August 2020 äußerten sich ─ abhängig von der jeweiligen Kategorie ─ zwischen 194 und 324 Stahnsdorfer, an der zweiten Online-Befragung nahmen sogar 885 Bürgerinnen und Bürger teil.

Aus all den Anregungen und Wünschen der Stahnsdorfer erarbeitete die Verwaltung mit der Gemeindevertretung und dem Büro "Planwerk" den nunmehr vorliegenden Entwurf des Konzeptes (pdf). Zu diesem haben nun für den Ort Stahnsdorf Parteien Änderungsanträge angemeldet, über die in der Sitzung der Gemeindevertretung am 2. oder 4. November 2021 entschieden werden soll.

Änderungsanträge betreffen zentrale Bereiche für Stahnsdorf

Einige der wesentlichsten Änderungswünsche beziehen sich auf das Feld zwischen Sputendorfer Straße und Sonnenblumenweg, das die CDU-Fraktion auch als Entwicklungsbereich für Wohnbebauung aufgenommen wissen will. Die SPD will die konkrete Ausweisung der Fläche als Parkanlage überdenken, den Status Quo als Grünfläche jedoch belassen.

Das im INSEK-Entwurf an der Annastraße vorgesehene Medienkompetenzzentrum (MKZ) mit angeschlossenem Veranstaltungsraum für Jugendliche möchte die SPD hinsichtlich Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit hinterfragen und sieht dieses eher im zukünftigen Bereich des S-Bahnhofs.

Vielmehr wünscht sich die SPD dort hinter dem künftigen Feuerwehrneubau seniorengerechte Wohnungen. Auch die CDU will in diesem Bereich wohnpolitischen Erfordernissen Rechnung tragen. Der auf Grundlage der Bürgerwünsche erarbeitete INSEK-Entwurf sieht dort hingegen neben dem erwähnten MKZ einen Standort für Soziales, Sport und Erholung mit großen freiräumlichen Potenzialen vor.

Streichen möchte die CDU ferner folgenden Absatz: "Die Gemeinde kauft zur Verfügung stehende Freiflächen (z. B. Landwirtschafts- und Forstflächen) zur Sicherung und Schaffung von freiräumlichen Qualitäten bzw. zur Stärkung der Erholungsfunktion für alle Altersgruppen." (Seite 113)

Bündnisgrüne/Linke möchten die gemeindeeigene Fläche an der Ruhlsdorfer Straße/L 77 n als ein urbanes Gebiet entwickeln. Gleichzeitig sollen an anderer Stelle Wohnbaupotenzialflächen reduziert werden. Dies betrifft unter anderem die Bebauung des Feldes südlich des künftigen S-Bahnhofs bis zum Asternweg. Nördlich in Richtung Teltow wünschen sich Bündnisgrüne/Linke nur eine einzeilige, straßenbegleitende Bebauung. Die Flächen für Wohnbau am Gladiolenweg und am Stolper Weg in Kienwerder sollen hingegen gänzlich entfallen.

Die hier dargestellten Vorschläge sind auf das Wesentliche verdichtet und im vollständigen Wortlaut auf der INSEK-Unterseite veröffentlicht. Keine Änderungswünsche zu dem gemeinsam aus den Bürgerstellungnahmen erarbeiteten Entwurf haben die Fraktionen Bürger für Bürger, die Wählergruppe Wir Vier, die AfD-Fraktion und der FDP-Gemeindevertreter.

(13.10.2021)

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