Landeskirche nimmt Stellung zur Bestattung eines Rechtsextremisten

Stellvertretend für die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) nahm Bischof Christian Stäblein am 12. Oktober 2021 Stellung zu der vier Tage zuvor auf dem Südwestkirchhof durchgeführten Bestattung eines bundesweit bekannten Holocaustleugners und Neonazis auf der Grabstätte von Max Friedlaender.

Der Bischof bezeichnet das Geschehene als Fehler und Versagen der Kirche: "Ich bin erschüttert und fassungslos über das Geschehen", so Stäblein. "Ich möchte alles daran setzen, diese Schändung des Grabes von Max Friedlaender aufzuarbeiten. Ich werde alle rechtlichen Schritte prüfen, die den Vorgang rückgängig machen könnten. In jedem Fall werde ich dafür Sorge tragen, dass wir ein ehrendes Gedenken für Max Friedlaender auf diesem Friedhof bewahren." (vollständiges Statement hier)

Auch Bürgermeister Bernd Albers äußert sich zu den jüngsten Geschehnissen: "Stahnsdorf ist eine weltoffene Gemeinde. Die Bestattung eines Holocaust-Leugners und Rechtsextremisten im Grab eines jüdischen Bürgers passt nicht zu uns."

Zu der umstrittenen Bestattung stellte die EKBO ebenfalls am 12. Oktober 2021 Tag die drängendsten Fragen und dazugehörige Antworten auf ihre Website.

(13.10.2021)

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