Nach Tod der Hündin Kessy nun Mensch durch Wildschweine verletzt

In den Morgenstunden des 18. Februar 2020 kollidierte in der Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf ein Kradfahrer mit einem Wildschwein. Der Kradfahrer stieß frontal mit dem Wildschwein zusammen. Dabei stürzte er und erlitt leichte Verletzungen. Dieser Vorfall fügt sich in eine Reihe von Verkehrsunfällen im Ort mit Beteiligung von Schwarzwild in der Vergangenheit ein.

Schon die Hündin Kessy musste nach dem Angriff der Wildschweine qualvoll eine Stunde leiden. Auch das durch den Kradfahrer angefahrene Wildschwein dürfte Verletzungen erlitten haben, möglicherweise einen angebrochenen Lauf oder Verletzungen an der Wirbelsäule. Alles Vorgenannte hätte möglicherweise durch die Zulassung und Anwendung aller möglichen Jagdarten vermieden werden können.

"Die unlängst von Landwirtschaftsminister Vogel abgelehnte Zulassung der Bogenjagd ist unverantwortlich. Wäre das bei dem Unfall vermutlich verletzte Schwein mit einem modernen Hochleistungsbogen und mit einem Pfeil getroffen worden, wäre es nach mehreren Minuten bewusstlos und damit schmerzfrei erlegt gewesen. Nunmehr irrt es möglicherweise mit erheblichen Schmerzen durch unsere Region", sagt Bürgermeister Bernd Albers. Er fordert daher erneut den Minister dazu auf, nunmehr endlich die Bogenjagd zuzulassen. "Wir können nicht warten, bis weitere Menschen verletzt und der Straßenverkehr weiter gefährdet wird."

Die Bogenjagd ist in vielen europäischen Ländern eine zugelassene Jagdmethode. Nach dem Bundesjagdgesetz können die Bundesländer unter anderem zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden Maßnahmen wie die örtlich und zeitlich begrenzte Zulassung der Bogenjagd ergreifen. Der vorherige Landwirtschaftsminister hatte die Einführung der Bogenjagd bereits auf den Weg gebracht, jedoch lehnt sein Nachfolger deren Einführung nunmehr unverständlicherweise ab.

(19.02.2020)